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REVIEWS

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Canal 9 TV news on my show at „Festival für neue Musik“ hosted by Forum Wallis (18 May 2013 at Schloss Leuk)
21.05.2013

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Lothar Berchtold (Walliser Bote) on my show at „Festival für neue Musik“ hosted by Forum Wallis (18 May 2013 at Schloss Leuk)
21.05.2013​

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Peter Kirn (createdigitalmusic.com) on my music.

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Robert Rotifer (FM4) on my London show
18.02.2013

Eloui in London

Vor zweieinhalb Wochen gab Eloui beim Shhh... Festival in Hampstead ihr Londoner Debüt. Es hätte besser nicht laufen können.

In London zu spielen, sagt Christoph Mateka mit zum Deckengewölbe gerichteten Rehaugen, sei "like flying to the moon". Eine förmlich fühlbare Wolke der Sympathie bildet sich über den aus hölzernen Gebetsstühlen hervorlugenden Köpfen des Publikums im durch die Spitzbogenfenster flutenden Nachmittagssonnenlicht und schwebt zurück in Richtung Bühne, wo Mateka seine Geige ans Kinn hebt.

Ich trage diesen traumartigen Moment immer noch in meinem Kopf herum, obwohl er schon über zwei Wochen zurück liegt. Was Mateka, der Eloui bei ihrem Londoner Debüt im Rahmen des Londoner Shhh... Festival auf dem Altarsockel der Baptist Church in Hampstead begleitet, so spontan in Worte fasst, ist ein gegenseitiges Gefühl.

Eloui und Christoph
Eloui und Begleitung sind von einem anderen Stern angereist, das wird spätestens offensichtlich, als Franziska Abgottspon alias Eloui beim Soundcheck vor sich füllenden Reihen ein A capella-Lied in undurchdringlichem Schwyzerdütsch vorträgt.

Elouis Konzert wurde von der mit dem FM4 Soundpark verbündeten Initiative "Soundpark Austria" des Austrian Cultural Forum ermöglicht.

Bei ihrem Konzert wechselt sie dagegen in die Muttersprache des Publikums, abstrakt Gedachtes wird konkret und in ihrem leicht erstaunten Gesichtsausdruck spiegelt sich das Bewusstwerden dieser Transformation des Charakters eines Liedes durch die, die es hören.

Ihr erster Song "Tornado", gezupft und gesungen zu einem zugespielten Soundtrack aus Regenplätschern, kontrastiert auf dislozierende Weise mit besagtem Sonnenlicht. Die Bedachtheit, mit der Eloui aus diversen Geräuschen die Loops für ihren zweiten Song "Let You Do The Braiding" zusammenstellt, wirkt ein bisschen wie eine jener geduldig gedrehten Alltagsbeobachtungen aus einem alten Nouvelle-Vague-Film: Die Hauptdarstellerin, beim Herumräumen, nimmt einmal dies, dann jenes zur Hand, steigt zwischendurch aufs Loop-Pedal und beinahe unmerklich entsteht dabei das zarteste aller vorstellbaren Arrangements. Sobald dies sich vervollständigt hat, ist der Song auch schon wieder vorbei.

Ukulele und Loop-Pedal, jene inflationären Gimmicks aller Solo-Auftritte der letzten fünf bis fünfzehn Jahre, sind nun bereits zur Verwendung gekommen, und dennoch ist da kein Hauch von Abgedroschenheit, Betulichkeit oder Handarbeitsbiederkeit in Elouis Performance. Ihre spröden elektronischen Sound-Manipulationen (wie heißt dieses Pad, auf dem sie eine Kugel balanciert, die im Rollen den Sound - halb zufällig, halb gesteuert - verzerrt?) wirken gerade in Verbindung mit ihrer raumfüllenden Stimme bzw. vor dem sakralen Hintergrund der Kirchenarchitektur besonders effektiv.

Und dazu noch die Erscheinung des eingangs erwähnten Christoph Mateka als fiedelnde lockige Engelsfigur mit gebrochenem Ringfinger, was ihn an jenem Tag dazu zwingt, auf sein gut geschultes Vibrato zu verzichten und stattdessen den John Cale in sich hervorzuholen - eigentlich eine gute Sache also, obwohl es sicher höllisch wehtut. Zwischendurch kommt dann noch der mitgereiste Ernst Tiefenthaler alias Ernesty International als Gast samt akustischer Gitarre auf die Bühne, und Ernst und Eloui singen zweistimmig sein Lied "40 Watt King". Die Botschaft, dass Eloui aus einer Welt kommt, in der es noch einiges mehr zu entdecken gibt, kommt an.

Eloui und Ernesty
Damit hier nicht der Verdacht der geschlechtlichen Stereotypisierung aufkommt, habe ich es mir übrigens bis zum zehnten Absatz aufgehoben, auf Elouis kariertes Bühnenkleid hinzuweisen. Dessen obere Hälfte muss irgendwann einmal in schwarze Textilfarbe getaucht worden sein. Das ist die prosaische Erklärung. Man könnte aber auch meinen, seine Trägerin sei auf der Suche nach ihren Liedern kopfüber ins Tintenmeer getaucht.

Die Briten unterhalten ja ein kompliziertes Verhältnis zu allem Fremden, ihren Reserven gegenüber dem unübersetzbaren, kontinentalen Unbekannten steht die Neugier auf das Exotische, ihrer natürlichen Aversion gegen jede durchschaubare Anbiederung an britische Normen eine Abwehrhaltung wider alles Unverständliche gegenüber. Welche Tendenz dabei gewinnt, ist oft schwer abzuschätzen.

Eloui jedenfalls wandelte an diesem Nachmittag in Hampstead schrittsicher auf der richtigen Seite der feinen Linie zwischen Entfremdung und Faszination. "Utterly charming", wie der ganz von ihr eingenommene Veranstalter nachher meinte. Es sieht so aus, als wollte London sie wiedersehen.

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Interview in the Swiss daily newspaper Walliser Bote
17.01.2012

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Christian Schachinger, Der Standard
13.01.2012

ELOUI Chasing Atoms (Ernesty Music Group / Hoanzl)

Die in Wien lebende Schweizer Musikerin Eloui war unter anderem für Bands wie Ernesty International, M185 oder die großartige Dröhnrock-Bigband Thalija hauptsächlich als Bassistin tätig. Auf ihrem Solodebüt Chasing Atoms versucht sie sich mit einer Kleinbusladung an Instrumenten zwischen aufgeregt fiepsender und klingelingelnder elektronischer Songwritersanftmut und folkiger Wandergitarrenversponnenheit, wie sie in US-amerikanischen Krankenhausserien nicht ungut auffallen würden, wenn dort jemand mitgeteilt bekommt, dass er leider nicht krankenversichert ist und deshalb jetzt drei Millionen Dollar für seine Blinddarmoperation aus eigener Tasche zahlen muss. Das ist nicht negativ gemeint! Gesanglich bewegt sich Eloui im Lande des verzückten, beseelten Hauchens, rhythmisch schmoovt sie Richtung klassischer TripHop, wie er bei Kiffern, Kaffeesiedern und Friseuren beliebt ist. Man kann der Frau also auf jeden Fall kommerzielles Potenzial bescheinigen. Vor allem im Mittelteil des Albums und in Songs wie Too Loud, Grass Stained oder Waltz For Me sind starke Momente enthalten.

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Guido Tartarotti, Kurier (Printausgabe)
08.01.2012

Eloui: Chasing Atoms

Die Wienerin aus der Schweiz, bereits in vielen Bands tätig gewesen, mit ihrem Solodebut: Eigentümliche, schwebende, sehr feine Songs. Klingt wie Triphop mit echten Instrumenten.
4/5

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Reinhold Gruber, Oberösterreichische Nachrichten
23.12.2012

Eloui „Chasing Atoms“ (EMG)

Dass sie eine Freundin der Melancholie ist, kann die Sängerin, Songschreiberin und Multiinstrumentalistin Eloui nicht verhehlen. Das will sie auch nicht. Ihre feine Stimme passt wunderbar zu den feinsinnig gedachten Arrangements ihrer Songs, die auf „Chasing Atoms“ ein Statement der Stärke geben. Die Musikerin weiß, was sie tut, sie hat ihren Ausdrucksstil, der betörend wie zerbrechlich, intensiv wie prägnant ist. Man benötigt zwar ein wenig, um sich in dieser melodie- und harmoniefreundlichen Umgebung zurechtzufinden. Doch hat Eloui erst einmal die Aufmerksamkeit erregt, dann bleibt man an ihren Lippen hängen. Musik, die sich langsam entfaltet, dann aber blüht. Anspieltipps: „OwlOn My Windowsmill“, „Tornado“
4/6

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Haubentaucher
14.12.2011

Weihnachten. Folge 4: The sound of Music

Hätten wir heuer nur Geld für ein einziges Geschenk und dieses sollte ein Tonträger sein, dann würden wir definitiv diesen wählen. Eloui hat mit "Chasing Atoms" eine kleine große Platte gemacht. Ohne Bombast, ohne irgendetwas, das derzeit gerade besonders angesagt wäre. Ohne sexy Promo-Videos oder massentaugliche Twitter-Postings. Aber dafür mit etwas, das seltener ist als Goldene Schallplatten: Mit Talent!

 

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Robert Fischer, www.kulturwoche.at
23.11.2011

Ich gehe ja auf viele Konzerte, und obwohl man mit der Zeit glaubt, dass einem fast nichts mehr überraschen kann, passiert dann doch hin und wieder das Gegenteil. Wie z.B. letztens im Shelter, als mich Eloui mit Ihrem Auftritt richtiggehend verblüffte. Eine Frau, die alleine mit einer Ukulele auf der Bühne steht, während ihre 'Backing Band' komplett aus eingespielten Samples vom Band besteht, das war mir neu. Aber es funktioniert prächtig. Und dass diese Vorgangsweise nicht nur auf der Bühne, sondern auch im Studio umsetzbar ist, kann man auf dem CD-Debüt "Chasing Atoms" nachhören. Zugegeben, nachdem ich ein bisschen über Eloui im Netz recherchiert habe, hat sich herausgestellt, dass Eloui schon jahrelang fixer Bestandteil der Wiener Musikszene ist. So werkt sie als Multi-Instrumentalistin u.a. in den Bands Ernesty International, den Brainmanegerz oder Thalija. Trotzdem sehr beeindruckend, dieses CD-Debüt. Eloui hat für die 11 Songs auf Ihrem Debüt alle Instrumente selbst eingespielt, und die CD in Eigenregie produziert und gemixt. Das Ergebnis klingt formidabel. Neben Elouis toller, elfenhafter, Stimme dominieren in den zumeist leicht melancholischen Songs von "Chasing Atoms" die feine Instrumentierung durch Ukelele, Akustikgitarre, Klarinette, Glockenspiel und Tambourine. Manchmal hat man das Gefühl simplen Kinderliedern zu lauschen, doch die komplexe und ideenreiche Produktion zeigt, das da viel mehr dahintersteckt. Aufgelockert durch 'field recordings' wie Grillengezirpe oder ein Gewitter entsteht ein wunderschönes Klanguniversum, in dem man sich gerne verliert oder den einen oder anderen Winterabend verbringt. "End Of Chapter One" nennt sich ein Song von Eloui - ich freue mich schon auf die Fortsetzung!

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Michael Kirchdorfer, The Gap
18.11.2011

Auch wenn der November ans Fenster prallt: Elektronica, Ukulele, Glockenspiel und stimmlich entspannte Sinnlichkeit verwandeln Winterfrost in Frühlingstau.

“Chasing Atoms“, das Debüt der nach Wien exilierten Schweizerin Eloui, ist das interessanteste Stück Avantgarde-Pop, das mir in den letzten Monaten untergekommen ist. Die elf Songs des Albums sind perfekt durch-instrumentalisiert. Die Choreographie sitzt, die Stimme phrasiert die Worte mit eloquenter Stilsicherheit, klingt sanft und ausdrucksstark. Wenn Musik Chemie ist, ist “Chasing Atoms“ eine sehr stimmige Synthese aus Pop und Electronica, aus Air und Carla Bruni.
Zurückgezogen und teilweise etwas zu schöngefärbt, scheint Eloui durchaus zu wissen, welche Assoziationen sie im Hörer wecken will.Songs wie “End Of Chapter One“, “Owl On My Windowsill“, oder “24 Flowers A Day“ sind fast schon zu charmant, um wahr zu sein. “I was so confused to be part of this. I climb a pinetree to make myself disappear. The comforting voices are the ones I can not hear.“, singt Eloi in “Grass Stained“, dem wohl schönsten Track des Albums. Kindliche Naivität und Laszivität scheinen dabei wie aus von Frühlingstau benetzten Blättern hervorzuschielen, obwohl der November gerade unerbittlich kalt gegen das Fenster bläst. Sehr gelungen ist auch das brüchig-akustisch intonierte “Tornado“: “You leave, I leave, we leave. Now is the eye of our lifes tornado. Time is not on my side, time is my enemy.“, weiß Eloi in dringlicher Intensität zu intonieren. Ukulele, Glockenspiel und stimmlich entspannte Sinnlichkeit nehmen Hier erstmals Überhand. Der völlig ohne Electronica-Gezirpe aufgenommene Song ist tief, leidend und leidenschaftlich - und wirkt dabei fast wie ein kleiner Stilbruch in einem ansonsten sehr glatt eingespielten Album. Auf einmal erinnert einen Eloui ganz, ganz stark an Joanna Newsom. Und das ist als großes Kompliment zu verstehen. Etwas weniger Schmeichel-Brei und etwas mehr brüchige Intensität, und diese Frau wird uns in Zukunft noch große Lieder bescheren.
(7/10)

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Alexandra Augustin, FM4
03.11.2011

SOUNDPARKBAND DES MONATS NOVEMBER
ELOUI : "CHASING ATOMS"

Unsere Ein-Frau-Soundparkband des Monats und ihr Debütalbum im Portrait: Musik, die einem am schmalen Grat zwischen Traum und Wirklichkeit spazieren lässt. Schnurrende Katzen gibt's auch!

In den späten 1920er Jahren, da düste eine ägyptische Frau namens Nimet Eloui, Tochter eines Hofmeisters von Sultan Hussein von Ägypten, mit ihrem Auto mit unbändiger Geschwindigkeit über die Schweizer Berge. Am Beifahrersitz: Der Schriftsteller Rainer Maria Rilke, der sich vor der Geschwindigkeit, mit der die Fahrerin das Auto steuerte, fürchtete. Diese Dame dürfte dennoch eine große Faszination auf Rilke ausgeübt haben, immerhin geht die Geschichte darum, dass er dieser Nimet Eloui Rosen gepflückt haben soll. Dabei hat er sich an einem spitzen Dorn verletzt, eine Blutvergiftung zugezogen, konnte seine Arme nicht mehr bewegen und ist letztlich an den Folgen dieser Vergiftung gestorben, wenn man Ralph Freedman und seinem Buch "Life of a poet: Rainer Maria Rilke" glauben schenken mag. Der ärmste.

Diese Geschichten rund um diese wenig bekannte Nimet Eloui sind der Schlüssel zum Namen, den die Musikerin Franziska Abgottspon ihrem Soloprojekt gegeben hat. Und diese Geschichten sind auch ein Schlüssel zu ihrem musikalischen Werk.

Eine Frau, die am Steuer sitzt und den Wagen lenkt. Und das in ihrer eigenen Geschwindigkeit, mit Geschick und Selbstbewusstsein: Dafür steht auch Elouis Musik.

Vor einigen Jahren hat es Eloui von der Schweiz nach Wien verschlagen, wo sie an der Akademie der Bildenden Künste Malerei studierte. Doch die einsamen Stunden im Atelier waren ihr bald zu wenig. Seitdem kennt man sie als Bassistin diverser Bands, die in der Wiener Szene gut vernetzt sind: Da wäre das 18-köpfige Post Rock-Improvisationskollektiv Thalija, da wären die Folkpop-Perlenkettenspinner Ernesty International rund um Musiker Ernst Tiefenthaler oder experimentelle Projekte wie "Butter wird härter", für das Eloui mit einem fünfjährigen Kind Musik machte.

Ich persönlich fand Eloui immer schon sehr bewundernswert. In einer Welt, in der meiner Meinung nach immer noch viel zu wenige Frauen mit Männern auf Augenhöhe Musik machen, während diese ihre Riten und Riffs pflegen, war sie in den letzten Jahren wie in Fels in der Brandung. Bei ihren Konzerten mit Thalija zum Beispiel, wo unter 18 Mitgliedern mit Eloui und der Sängerin Magali Arnoux nur zwei Frauen mit an Bord sind, ist die rot gelockte Bassistin nicht mehr wegzudenken.

Doch in all den Jahren in denen sie, wie sie selber sagt "im Hintergrund für die Basis" gesorgt hatte, wurde der Wunsch eigene Musik zu machen immer dringlicher. Irgendwann nach einer Probe mit Thalija "sei eben dieses eine Bassriff, hängen geblieben". Sie musste die Melodie sofort in ihr Handy singen, um sie nicht zu vergessen. Und plötzlich entstand aus einer Idee ein Stück Musik, das heute den Titel Grass Stained trägt und sich auf Elouis Debüt findet.

Die Jagd nach den kleinen Dingen des Lebens
Chasing Atoms hat Eloui im letzten Jahr in Eigenregie komponiert, eingespielt und aufgenommen. Und beim Lesen der Liste an Instrumenten, die sich auf der Platte finden, wird einem ja richtig schwindelig:

Ukulele, Gitarren, Bass, Klarinette, Flöte, Schlagzeug, Calimba, Glockenspiel, Metallophon, Cabasa, ein Synthesizer-Sammelsurium und dann noch die Field Recordings, die Eloui in ihre Stücke verwoben hat: Gewitter, Sturm, schnurrende Katzen und alte Sound-Schallplatten aus den 1970ern voller Allerweltsgerumpel. Und Elouis glockenklare Stimme: Das alles wurde im D.I.Y.-Verfahren im Wohnzimmer bespielt, gesampelt, aufgenommen und zu Liedern aufgeschichtet. Auf die Frage, wann und wie die Musikerin all das eigentlich gelernt hat, erntet man nur bescheidenes Understatement:

"Ich habe mit 15 ein Jahr Klarinettenunterricht genommen. Aber ich kann diese Instrumente eigentlich gar nicht richtig spielen. Ich kann auf den Instrumenten Klänge erzeugen, die zu meiner Musik passen. Aber das sind keine 'akademischen', sauber gespielten Töne. Ich benutze die Instrumente, so wie ich's halt kann und mache daraus etwas."

Bloß, von "etwas nicht können" ist auf "Chasing Atoms" wirklich keine Spur. Hier sind facettenreiche Klangbilder entstanden, die man mit Schlagwörtern wie "berührend", "entrückt", "wärmend", "verspielt" und "tiefsinnig" am besten beschreiben kann. Man fühlt sich an die Badezimmersessions von Coco Rosie erinnert, an den Mut zum Experiment einer Björk und an die Abgründe, in die uns die Platten von Portishead einst einmal auf Erkundungstour eingeladen haben.

Ein Lied wie Owl On My Windowsill mit seinen Underwater Love-Referenzen drückt gut aus, welche Geschichten sich auf Chasing Atoms finden:

"In 'Owl On My Windowsill' erzähle ich von einem Traum, den ich einmal hatte. Auf meinem Fenster saß eine große Eule mit einem unglaublich prächtigen Federkleid. Ich erzähle in meinen Liedern oft von Dingen, die ich geträumt habe. Und in diesem Lied erzähle ich auch über meinen Trick, wie ich mich selber aus Albträumen herausholen kann: Wenn ich im Traum klatsche und das Klatschen nicht alle Sinne anspricht, dann weiß ich, dass ich nur träume."

Chasing Atoms ist ein Album, das in jedem Moment so klingt, als würde man auf dem schmalen Grat zwischen Traum und Wirklichkeit eine Runde spazieren gehen. Wie dieser berühmte Moment, in dem man aufwacht und nicht weiß, was wahr ist und was nicht.

Aber es sind nicht nur schöne Visionen, die Eloui in Lieder packt, sondern es wird auch von inneren Kämpfen erzählt, die man mit sich selber ausfechten muss. Von Zweifeln und Barrikaden, die uns, sie lähmen. Gut, das sind Geschichten, die man kennt. Aber selten wurden sie so gut erzählt.

"Fear and Do it Anyway" ist der Leitsatz, nachdem Eloui ihr Leben ausgerichtet hat. Den Ängsten keinen Nährboden geben. Egal ob es um alltägliche Entscheidungen geht, ums Musik machen oder um die Momente, denen sie sich in nächster Zeit stellen müssen wird:

Ihr Album auf der Bühne präsentieren, ganz alleine ohne dem Musikkollektiv als Rückendeckung. Zusätzliche Musiker aus ihrer Thalija-Ernesty International-M185-Familie möchte Eloui vorerst bewusst nicht in die Konzerte einbauen, noch nicht einmal einen Computer:

"Dieses 'sich auf die Bühne stellen und sich anschauen lassen' hat mir früher viel Angst gemacht, aber ich wollte mich dieser Angst stellen. 'I dance with all errors and fears', so wie ich es auch im Lied 'Personal Poltics' singe."

"Es geht auch um die Bilder, die man im Kopf hat: Die Frau singt, der Mann macht die Musik und bastelt an den Electronics herum. Deswegen die Entscheidung alleine und nur mit der Ukulele und einem kleinen Player auf der Bühne zu stehen. Auch wenn es vielleicht seltsam ausschaut."

Das mit dem kleinen Player wird bestimmt interessant, aber sind wir uns ehrlich: Die meisten MusikerInnen, die mit dem Computer auf der Bühne stehen, da irgendwo herumklicken und e-mails checken, schauen eigentlich ziemlich deppat aus.

Eloui lenkt den Wagen ganz alleine und das steht ihr gut.

 

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Walter Titz, Kleine Zeitung (Printausgabe)
06.11.2011

ELOUI: „CHASING ATOMS“. Hoanzl. HHHII

Nach Arbeit mit Ernesty International und Thalija das Solodebüt der Schweizerin in Wien. Hochambitioniert – und tatsächlich solo eingespielt. Den mit Instrumenten von Ukulele bis Vinyl Records realisierten Klang(t)räumen würde mehr Erdung guttun.

 

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Comment on my facebook wall
03.11.2011

Just heard you on the radio. You made me late for an appointment - thank you!
 

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Haubentaucher
02.11.2011

CDs des Monats November: ELOUI CHASING ATOMS

Die Schweizerin eloui ist als Sängerin in Österreich mittlerweile keine Unbekannte mehr. Ihre Arbeiten für die hier immer wieder gelobten Ernesty International und für Thalija sind oberste Liga und ihre CD "Chasing Atoms" setzt da sogar noch eines drauf. Erinnert an die große britische Schule der späten 90er und versammelt Instrumente wie Ukulele, Flöten, Gitarren, Calimba, Klarinette und viele andere mehr. Das Erstaunliche daran: all diese Klänge hat eloui ganz allein eingespielt, Kompliment an dieser Stelle. Das Ergebnis ist sehr urban, ebenso Club- wie Lounge-tauglich, Gerhard Stöger nannte es im Falter durchaus treffend "Plicker-Plucker-Elektronik". Sanft, melancholisch, verträumt - eine tolle CD!
Ideal für: Zeitgenossen mit Geschmack

 

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DJ Kolchos and DJ Sowchos, Blog on Wordpress
30.10.2011

JAGD AUF ATOME

Dem Grazer Publikum war die in Wien lebende, aus der Schweiz stammende Künsterlin eloui zumindest vor dem Steirischen Herbst 2011 vor allem durch die ebenso große wie großartige Band Thalija bekannt, deren zweites, auf Pumpkin Records erschienenes Album Thalija II wir an dieser Stelle im Mai 2008 gewürdigt haben.
Nicht weniger vielseitig, aber musikalisch aus einem Referenzsystem schöpfend, das gar nicht weiter von jenem des Thalija-Universums entfernt sein könnte, hat eloui mit Chasing Atoms (EMG/Hoanzl) nun ihr erstes Soloalbum fertiggestellt. Die Sängerin und Multiinstrumentalistin spielt auf diesem Album alles – Regen und Donner (Tornado) ausgenommen – selbst, was angesichts des breiten Klangspektrums schon für sich genommen bemerkenswert ist.
In den elf Songs der CD stehen meist warme bis verspielte elektronische Klänge im Vordergrund, die Teilen von Chasing Atomseinen wohlig-sentimentalen Hauch von Bristol-Sound verleihen. Waltz For Me und 24 Flowers a Day sind zwei wunderbare, leicht entrückte Popsongs, die ohne den zurückhaltenden und zerbrechlichen Gesangsstil Elouis nicht ihre volle Wirkung entfalten würden. Mit dem schwermütigeren Song Flame Retardant Heart hat eloui den größten Moment ganz ans Ende des Albums gestellt, sodass man nach einer Dreiviertelstunde keine andere Wahl hat, als den Repeat-Button zu drücken und sich dabei auszumalen, was noch alles folgen könnte.

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Michael Ternai, Mica Music Austria
28.10.2011

ELOUI CHASING ATOMS

Das Spannende und Schöne an der Musik ist ja, dass man immer wieder auf ganz wundervolle Art und Weise überrascht werden kann. Für einen solchen positiven Aha-Effekt sorgt auch das im November erscheinende Soloalbum „Chasing Atoms“ (EMG) von der aus der Schweiz stammenden und in Wien lebenden Sängerin und Musikerin Eloui. Was die hochtalentierte Künstlerin, die sich unter anderem bereits bei Thalija und Ernesty International verdient gemacht hat, auf den Weg bringt, ist eine ungemein berührende, sehr vielschichtige, in die Tiefe gehende und ideenreiche Variante kunstvollen Avantgarde-Pops. Definitiv ein Album, dem auf jeden Fall Gehör geschenkt werden sollte.

Nein, so leicht lässt sich die Musik von Eloui, die auf „Chasing Atoms“ alle Instrumente selbst eingespielt hat, nicht wirklich in Worte fassen. Alleine schon das Klangkostüm, in welches die in Wien lebende Schweizerin ihre insgesamt elf Songs hüllt, offenbart sich als eines an Nuancen ungemein reiches und facettenreiches. Zwar spielt sich alles im Kontext der Popmusik ab, die Art und Weise aber wie sie diesen Begriff zu interpretieren weiß, ihn dehnt und wendet, zerstückelt und wieder zusammensetzt, lässt einfach nur staunen. Am ehesten  lassen sich Vergleiche mit der Musik von Acts wie Björk und Portishead ziehen. Das aber auch nur bedingt, entwirft die sehr experimentierfreudige Sängerin und  Multiinstrumentalistin doch selbst eine höchst eigenständige Soundkulisse voller ungewöhnlicher Klänge und Geräusche.
„Chasing Atoms“ erwächst im Ganzen zu einem faszinierenden, atmosphärischen und ungemein abwechslungsreichen Hörerlebnis. Die mit viel Liebe zum Detail arrangierten, irgendwo zwischen den Polen Elektronik, Pop, Singer/Songwritertum und Klangkunst angesiedelten und von der sanften, jedoch sehr ausdrucksstarken Stimme getragenen Stücke sind von einer selten gehörten Fragilität und entwickeln eine geheimnisvolle, fast schon magische Anziehungskraft, eine, die vom ersten Moment an fesselt und erst loslässt, wenn der letzte Ton erklungen ist.

Mit ihrem Solodebüt liefert die talentierte Künstlerin in der Tat ein mehr als starkes und stimmungsvolles Stück Musik ab, eines, das Liebhaber anspruchsvoller und nicht dem Mainstream unterworfener Popklänge auf jeden Fall begeistern wird. Präsentiert wird das Album am 3. November im Wiener Gürtellokal Rhiz.
 

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Gerhard Stöger, Falter 43/2011
26.10.2011

ELOUI: CHASING ATOMS

Hinter dem Pseudonym Eloui steckt eine Schweizer Sängerin und Multiinstrumentalistin, die seit geraumer Zeit in Wien lebt und eigentlich von der bildenden Kunst kommt. Sie mischt bei Bands wie Thalija und Ernesty International mit und stellt sich jetzt auch als Solokünstlerin vor.
Zu liebevoll arrangierter Plicker-Plucker-Elektronik, die um stimmungsvolle Samples und allerlei analoges Instrumentarium erweitert wird, singt Eloui sanft, zurückhaltend und doch prägnant melancholische Lieder voll Intimität und Wärme, wobei ihr das kleine Kunststück gelingt, die Schwermut ganz leichtfüßig klingen zu lassen. (EMG)

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Mäx Egger, Gezeichnet fürs Leben, Radio Orange
20.10.2011

WALTZ FOR HER

(...) mit Thalija und Ernesty International ist die gebürtige Schweizerin längst zu einer Fixgröße der heimischen Alternativmusikszene geworden. Auf ihrem Debut"Chasing Atoms", das auf Ernst Tiefenthalers Label EMG Anfang November erscheint, spielt eloui alle Instrumente selbst. Und das sind einige: Neben E- und Akkustikgitarre zupft sie die Saiten ihrer Ukulele, spielt Glockenspiel, trommelt, spielt Klarinette, Flöte und Calimba.
Der Titel des Albums ist aus dem Song "The Rift" von M185 entnommen:
"We´re subterranean, we´re in the sky - We are chasing atoms, we´re flying high - we sleep in the satins with paper hearts - Steadly taping the rifted parts". Fast wäre eloui vor ein paar Jahren als Bassitin bei M185 gelandet, machte aber dann ihrem Thalia-Kollegen Alexander Diesenreiter Platz.

Solo klingt eloui eigentlich ganz anders als bei Thalija oder Ernesty International. Das überrascht beim ersten Hören des Albums. Beim zweiten und dritten Hören von Chasing Atoms stellt sich aber ein wohliges und vertrautes Gefühl ein. Eloui nimmt uns an ihrer Hand und führt uns durch ihr sehr persönliches Sounduniversum. Eine Prise Portishead und die frühe Björk klingen in ihren Songs durch.

Die herausragensten Tracks sind Owl On my Windowsill, Waltz for me und Flame Retardant Heart. Chasing Atoms besticht durch persönliche Geschichten und bezaubert durch atmosphärischen Sound. Elf Songs, die laut, leise, düster, melancholisch und verheißungsvoll sind.
Umso schöner, dass eloui am 21. Oktober um 23.00 bei Gezeichnet fürs Leben "Chasing Atoms" vorstellt und ihre Lieblingsmusik dabei präsentiert. Eines darf verraten werden von schweizer Kinderliedern bis zu Jazz wird alles dabei sein! Livemusik nicht ausgeschlossen! Stay Tuned! Eine schwere Hörempfehlung!

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Ursula Winterauer:

eloui ist aus der Wiener Musikszene nicht mehr wegzudenken: Seit vielen Jahren spielt sie in diversen Bands, wie etwa Ernesty International, den Brainmanagerz oder Thalija Bass und Ukulele, leiht den unterschiedlichsten Musikprojekten ihre Stimme und Inspiration.
Nach der Veröffentlichung einzelner Songs wie Elena oder Da neigt sich die Stunde (bei dem eloui ein Rilke Gedicht vertont hat) legt eloui nun mit ihrem Album Chasing Atoms, dessen Titel einem Song der befreundeten Band M185 entliehen wurde, ein grandioses, musikalisch zurückhaltendes Solodebut vor.
Dabei ist eloui wohl das was man gemeinhin als Multiinstrumentalistin und Tausensasserin bezeichnet: Alle Instrumente wurden von ihr selbst eingespielt, die Platte in Eigenregie produziert und gemixt. Der DIY-Stil passt Chasing Atoms recht gut. Verliebtheit ins Detail macht sich bemerkbar ohne jedoch den Zufall dabei auszuklammern. „my heart's too loud“ singt Eloui auf Too Loud - es schlägt für die durchwegs sehr beruhigten Songs auf Chasing Atoms jedoch genau in der richtigen Lautstärke. Getrieben von einer stillen Intimität verführt eloui an einen Ort der Zurückgezogenheit und der Magie. Setzt das Ort-Zeit-Kontinuum außer Kraft und veranlasst zum Zuhören und Zurücklehnen. Dieser Umstand wird hauptsächlich von der ungewöhnlichen Instrumentierung hervorgerufen: Ukulele und Akustikgitarre werden gekonnt eingesetzt, Glockenspiel, Klarinette und Tambourine verwendet. Zudem spielen field recordings bei den Songs eine große Rolle. Man hört Grillengezirpe oder auch den Klang eines Gewitters, der die von elouis Musik ausgehende Melancholie und Ruhe unterstützt. Das wichtigste und herausragendste Element sind jedoch elouis wundervolle Vocals, die sich über die 11 Songs wie eine beschützende Hülle stülpen. Durch die oft stark repetitiven Elemente im Gesang und die sich langsam aufbauenden Sounds wird die warme, vertraute Atmosphäre aufgebaut, die ganz klar die Stärke des Albums ausmacht. Mehr noch, sie ergänzen ein ideenreiches, musikalisch ausgefeiltes Erstlingswerk zu einem ausgefuchst schönem Klangkomplex mit unverwechselbarem Eigensound.

Gerhard Stöger (Falter):

(...) Zu liebevoll arrangierter Plicker-Plucker-Elektronik, die um stimmungsvolle Samples und allerlei analoges Instrumentarium erweitert wird, singt Eloui sanft, zurückhaltend und doch prägnant melancholische Lieder voll Intimität und Wärme, wobei ihr das kleine Kunststück gelingt, die Schwermut ganz leichtfüßig klingen zu lassen.
(full review)

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